Hamburger Bahnhof
Museum für Gegenwart: Portrait eines Museums seiner Zeit
Abstract: Mit dem Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart präsentiert sich in Berlin seit 1996 eine neue Art von Museum. Das Besondere an diesem Museum ist, dass der Hamburger Bahnhof die sonst getrennten Typen Sammlungsmuseum, Sammlermuseum und Kunsthalle in sich vereint. Die Exponate setzen sich aus Werken der Bestände der Neuen Nationalgalerie, des Kupferstichkabinetts, des Kunstgewerbemuseums und der Kunstbibliothek sowie der Sammlung Marx zusammen. Integrativer Teil des Museumskonzeptes ist der Aktionsraum, welcher für Film, Musik und Sprache offen ist. Vorträge von Künstlern, Wissenschaftlern und Philosophen, Konzerte, Tanz, Theater und Film sollen die Ausstellungen ergänzen und dem Anspruch gerecht werden, nicht nur den erweiterten Werkbegriff der zeitgenössischen Kunst, sondern auch interdisziplinäre Experimentierfelder miteinzubeziehen. Gerade diese Vereinigung macht auch die Problematik des Museums aus. Sie entsteht dadurch, dass die üblicherweise getrennten Interessen von öffentlichem Museum und damit öffentlichem Auftrag und privater Sammlung zusammenfallen.